Sozialverbände Delve und Hollingstedt gemeinsam auf der Sonneninsel Bornholm
Mitglieder und Freunde aus beiden Ortsverbänden fuhren zur Insel Bornholm „Perle der dänischen Ostsee“. Nur wenig Sonnenstunden auf der Sonneninsel.
Im vollbesetzten Bus konnte Reiseorganisatorin Edda Sommer aus Delve die Mitglieder und Freunde aus den beiden Ortsverbänden zur gemeinsamen Fahrt nach Bornholm begrüßen. Die Anreise erfolgte über Flensburg, Kopenhagen, die im Jahre 2000 eröffnete Öresundbrücke nach Malmö und weiter zur Hafenstadt Ystad im Süden Schweden in Schonen. Mit der Schnell-Fähre erreichte die Reisegesellschaft nach gut einer Stunde die Hauptstadt Rönne an der Westküste Bornholms. Von hier führte die Fahrt mit dem ortskundigen Reisebusfahrer ins Hotel „Abildgaard“ in dem kleinen Fischerort Tejn an der Nordküste der Insel. An den folgenden Tagen wurden unter ortskundiger Reiseleitung die Sehenswürdigkeiten der Insel erkundet. Beeindruckt waren die Reiseteilnehmer von der Burgruine Hammershus auf der Nordwestseite Bornholms. Wie ein Adlerhorst liegt Nordeuropas größte Burgruine auf dem 74 Meter hohen Granitblock, der sich beinahe senkrecht aus den Fluten erhebt. Die Burg ließ der Bischof von Lund Anfang des zwölften Jahrhundert erbauen. Hammershus war praktisch mehr als 500 Jahre lang Machtzentrum. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die im Jahre 1150 erbaute Rundkirche in Olsker, eine der vier berühmten Bornholmer Rundkirchen. Entlang der Küste wurden kleine Orte mit idyllischen Häfen besucht. Besucht wurde auch die Kleinstadt Svaneke an der Ostküste. Sie wurde 2013 zur schönsten Kleinstadt Dänemarks gekürt. Besonders beliebt sind hier die Bonbons aus eigener Herstellung, die Svaneke Bolcher. Eine interessante, kulinarische Enddeckung machten die Reiseteilnehmer in dem an der Ostküste gelegenen alten Fischerort Gudhjem in der ältesten noch betriebene Räucherei Bornholms. Hier gibt es "Sol over Gudhjem" (Sonne über Gudhjem), eine weitere Spezialität Bornholms. Sie besteht aus geräuchertem Hering, Radieschen, Frühlingszwiebeln, dunklem Roggen-Brot, einem Eigelb und alles mit grobem Salz und Schnittlauch bestreut, und schmeckt ausgezeichnet. Oder besser gesagt, man muss es mögen oder man lässt es. Von Gudhjem aus wurde auch eine Schifffahrt zu dem östlichsten Punkt Dänemarks, den Erbseninseln Christiansö und Frederiksö, unternommen. Während der Überfahrt machten die Teilnehmer der Reisegruppe die Entdeckung, dass das Fahrgastschiff 1967 auf der Husumer Schiffswerft gebaut wurde. So klein ist die Welt! Eine Fahrt ins Innere der Insel führte die Teilnehmer zum Aussichtsturm "Kongemindet" (übersetzt Denkmal für den König) im Zentrum des 3800 ha großen Almindinger Waldes. Von der Reiseleiterin erfuhren die Teilnehmer, dass der Wald erst um 1800 angelegt wurde. Am vorletzten Tag auf der Insel war die Stadtbesichtigung von Rönne angesagt. Direkt am Hafen liegt die Seefahrerkirche St. Nicolai und das kleinste Haus Dänemarks. Rönne wurde noch nach Nachkriegsende im Mai 1945 von den Russen bombardiert und stark zerstört. Die sowjetischen Besatzungstruppen verließen die Insel erst am 5. April 1946. Dieses Datum wird von vielen Bornholmern als das eigentliche Befreiungsdatum der Insel gefeiert. Zum Abschluss des Tages wurde Ellas Restaurant & Konditorei in Sandvig besucht. Hier gab es unter anderem den berühmten dänischen Apfelkuchen, den viele Teilnehmer der Reisegruppe so noch nie gegessen hatten. Am darauf folgenden Tag ging es dann mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen wieder Richtung Heimat. Die Rückreise, begleitet von Dauerregen, führte über Ystad entlang der Südküste Schwedens nach Trelleborg und weiter über die Öresundbrücke, Seeland, Falster und Lolland mit der Fähre nach Puttgarden auf Fehmarn. Hier wurde die Reisegesellschaft endlich mit Sonnenschein empfangen, der auch bis zum Erreichen der Heimatorte anhielt.
Text und Foto: Uwe Paulsen